Kulturfestival Wedding Moabit 2014

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Das Kulturfestival Wedding & Moabit fand zum zweiten Mal vom 11. - 14. September 2014 mit einer Vielzahl teilnehmender Locations sowie KünstlerInnen/Kulturakteure statt. Die Anmeldephase zum Festival lief vom 03. März bis zum 20. Juli. Dabei wurde die Anmeldephase wegen großer Nachfrage bis zum 10. August verlängert. Das Festival wurde somit nach dem geplanten Zeitverlauf der ARGE realisiert.

Kulturräume

Im Gegensatz zu 2013 kam mit dem Brunnenviertel ein weiterer Kulturraum hinzu. Insgesamt gab es somit 8 Kulturräume die sich auf Wedding und Moabit verteilten.
Dabei zeigte sich, dass die Kulturräume in Moabit im Vergleich zum Vorjahr besser vertreten waren. In Moabit Ost und im Bereich der Lehrter Straße gab es eine hohe Beteiligung. In Wedding waren vor allem die Kulturräume rund um die Panke und im Brüsseler Kiez gut vertreten.

Themen / Programm / Reihen

Es gab auch beim Kulturfestival 2014 kein konkretes Thema, dennoch stand das Jahr im Zeichen der Identität: „Wir sind....“ Dieses hintergründige Thema bildete dabei keine vorrangige Pflichtvorgabe, sondern kam oftmals unbewusst und im Hintergrund zum Einsatz. Das Programm verteilte sich dabei auf verschiedene Thememfelder: Ausstellungen, Musik, Tanz / Theater, Lesung, Kino / Film, Führungen, Soziales / Bildung, Workshop, Gastronomie / Markt
. Im Gegensatz zum letzten Jahr wurde 2014 ein offizielles Festivalprogramm mit vier Veranstaltungen etabliert. Es gab dieses Jahr verschiedene Highlights und Veranstaltungsreihen die in sich eigenständig kuratiert wurden. Hierzu zählen insbesondere:

  • Moabiter Musiktage (Moabit, K6, Berlin Kolleg und Turmstraße)
  • Kriminalgericht Moabit (Moabit, K6, Kulturprogramm und Führungen) • Diorama Markt (Wedding, K3, Stattbad & Panke-Höfe)
  • Connecting Cities (Wedding, K1 in der Brunnenstraße und in der Gerichtstraße)
  • Panke-Parcours (Wedding, K2 entlang des Panke Grünzugs)
  • 6. Musik im Brüsseler Kiez (Wedding, K4 in umliegenden Kneipen)

Teilnehmer

Das diesjährige Kulturfestival war deutlich größer und vom angebotenen Programm her reichhaltiger als das letzte Kulturfestival im September 2013. Es nahmen insgesamt 300 Kulturakteure an 160 Orte mit über 300 Events teil. Durch gezielte, intensive Ansprachen und Akquisetätigkeiten konnten mehr Akteure in Moabit erreicht werden. Auch die eingeführten Netzwerk-Aktivitäten wie die Projektbar an jedem ersten Montag im Monat konnten sich weiter etablieren und führten zu verstärkter Aktivität. Im Folgenden soll kurz die öffentliche Resonanz bei den teilnehemenden Kulturakteuren bewertet werden. Grundsätzlich gab es 2013 und auch 2014 kritische  Stimmen von Teilnehmern gegenüber einem gemeinsamen Kulturfestival in Wedding und Moabit. Kritische Themen waren ua. eine Beförderung der drohenden Gentrifizierung in beiden Gebieten, eine Unterfinanzierung des Festivals mit fehlenden Gagen für die Künstlern/ Kulturakteuren und einem hohen Eigenaufwand.

Insgesamt stieß das Festival in Wedding wie auch in Moabit auf ein breites und positives Interesse unter den Kulturakteuren. 

Besucher

Da das Festival wie im letzten JAhr generationsübergreifend angelegt war, lässt sich keine herausragende Besuchergruppe definieren. Die Veranstaltungen wurden von Nachbarn, die „neugierig“ ihren Kiez erkundeten über den „seine Stadt liebenden Berliner“ aus anderen Bezirken, bis hin zu einem jungen mobilen an städtischen Entwicklungen interessierten Publikum besucht. Insgesamt lag ein Schwerpunkt wie im letzen Jahr auf der bildenden Kunst. Den zweiten großen Schwerpunkt bildeten Musikveranstaltungen, die Open-Air, in Kirchen, in gastronomischen Einrichtungen oder in Veranstaltungsräumen für Musik stattfanden.

Die öffentliche Resonanz in Gestalt von Besucherzahlen blieb mit knapp über 11.000 Besuchern hinter den Erwartungen zurück.

Auswertung Kommunikation

Bei der Verbreitung des Kulturfestivals Wedding Moabit 2014 wurden besonders Zeitungen, Blogs, Online- und Print-Magazine berücksichtigt, die besonderen Schwerpunkt auf Kunst und Kultur legen. Trotz des kleinen Budgets für den Bereich Pressearbeit konnte das Kulturfestival sowohl in namhaften Zeitungen und auf hochfrequentierten Webseiten als auch auf lokalen Blogs und Kiezseiten gefunden werden. Mundpropaganda sowie das Engagement und Interesse der verschiedenen Kulturpunkte, der teilnehmenden Kulturschaffenenden und der jeweiligen Kiezbewohner sorgten ebenfalls für die Verbreitung des Festivals. Ein Festival-Werbespot wurde im Berliner Fenster gezeigt (vom 09. - 14.09. immer alle 10min von 20 Uhr bis 24 Uhr). Zeitgleich lief der Spot auf zwei Großbildschirmen an der Warschauer Brücke und in der Friedrichstraße. Insgesamt erreichte das Festival durch Print und Online Medien ca. 1,8 Mio Menschen. Es wurden verschiedene Druckerzeugnisse wie Plakatmotvie (2. Wellen), Flyer und Broschüren, Leitsysteme und ein Programmheft (10.000 Stück) gedruckt.

Team und Organisation

Verantwortlich für das Kulturfestival WeddingMoabit 2014 zeichnet die Arbeitsgemeinschaft zur Neuausrichtung des Kulturfestivals Wedding Moabit 2013 & 2014 (kurz: ARGE), bestehend aus den Mitgliedern Förderverein Kreatives Berlin e.V. (Jochen Küpper / Stattbad Wedding) und georg+georg - meister der kommunikation (Volker Kuntzsch, Johannes Hayner). 

Kulturnetzwerk (Netzwerkbüro): Annette Wolter, Stefan Höppe, Jochen Küpper // Plattform / Website: Morgan Scott, Johannes Betrand, Jochen Küpper, Florian Stolzenhain (FUK Lab), Sebastian Göbel, Laura Oldenbourg (einskommanull) // Öffentlichkeit: Niclas Hackbarth, Jochen Küpper, Lisa Ganglmeier
 // Festival (Festivalbüro): Luisa Traumann, Lorena Pond, Annette Wolter, Volker Kuntzsch, Johannes Hayner, Stefan Höppe, Jochen Küpper, Tina Bermanec, Juliane Schnitzler

Rechte Spalte

Kulturfestival Wedding Moabit 2014

Auswertung und Projektbericht
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