Institutions Extended

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Unter dem Motto „Institutions extended“ macht sich ab Oktober 2019 die Künstlerin Marina Naprushkina für zweieinhalb Jahre zur Aufgabe, bestehende Institutionen und Ausstellungsformate zu öffnen und den Austausch mit der Öffentlichkeit im Sinne eines Publikums zu fördern. Die künstlerische und kulturelle Vielfalt und Angebote im Bezirk Mitte sollen dabei sichtbarer gemacht und ein Bewusstsein hierfür bei den Stadtbewohner*innen gestärkt werden. Das Programm wird Veranstaltungen unterschiedlicher Formate wie Tanz, Lesung, Theater oder auch experimentelle Projekte umfassen. Ergänzt werden diese mit monatlichen Portraits im Magazin der Plattform  www.kultur-mitte.de/magazin

 

no place like home

Sonntag, 20. September / Panke, Gerichtsstraße 23, 13347 Berlin
15:00 / 17:00 / 19:00 Uhr

Edoardo Micheli | Komposition, Klangregie
Miriam Wahdat | Performance, Stimme
Fatih Ermete | Oud
Für zwei Performer*innen, Oud, Stimme, Gegenstände und Live Electronic.
Eine Klangperformance über imaginäre Heimaten, irreführende Erinnerungen, unmögliche Rückreisen, Schiffbrüche auf hoher See, sowie das Gefühl, überall fremd zu sein.

"No place like home" ist ein Projekt aus dem Open Call "take the space", Programm "institutions extended".

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Bild: Edoardo Micheli

An Interspecies Evening
Donnerstag, 10. Oktober, von 18 bis 22 Uhr / Ruine der Franziskaner Klosterkirche
Nschotschi Haslinger & Shì Kollectiv, Kinga Kiełczyńska, Zoë Claire Miller
10.09.2020, 18.00-22.00, Klosterruine Berlin
Performance: 20.00, 21.00
Screening: 20.30, 21.30
Nude drawing booth: continual

Die Berliner Künstlerinnen Nschotschi Haslinger, Kinga Kielczyńska, Zoë Claire Miller verbindet ein gemeinsames Interesse an artenübergreifenden Beziehungen. Im Laufe eines Abends entfalten und verschränken sich die drei künstlerischen Positionen und ergründen angesichts des Kollapses unzähliger Ökosysteme mögliche Alternativen zu anthropozentrischen Denkweisen.
Der Eintritt ist frei, bringt Eure Pflanzen und Tiere mit!

An Interspecies Evening ist ein Projekt aus dem Open Call "take the space", Programm "institutions extended".

An Interspecies Evening.jpgBild: Nschotschi Haslinger & Shì Kollectiv, Kinga Kiełczyńska, Zoë Claire Miller
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Kloster 10_9 web_2.JPGAn Interspecies Evening, Nschotschi Haslinger, Kinga Kielczyńska, Zoë Claire Miller. Fotos: Juan Saez

 

set
mit Performances von Borghildur Indriðadóttir, Fannie Sosa und Navild Acosta, einem Theaterstück von Lara Magdalena Tacke und einer Installation und Performance von Cicada Concepts (Anna-Maja Spiess und Franziska Paul)
21. August – 6. September, 2020
Park am Nordbahnhof
Kuratiert von Marie-Therese Bruglacher und Marina Naprushkina.

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Lara Magdalena Tacke & Elena Scheicher, moratorium / “Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes”, 2020

21. Aug 2020
19 Uhr: Opening und Performance von Cicada Concepts
20 Uhr: Borghildur Indriðadóttir, Mask City

22. Aug 2020
14-22 Uhr: Fannie Sosa und Navild Acosta, Chill Pill Park Attack, installation
18 Uhr: Performance von Cicada Concepts
20 Uhr: Fannie Sosa und Navild Acosta, performance

5. Sep 2020
19 Uhr: Performance von Cicada Concepts
20 Uhr: moratorium von Lara Magdalena Tacke

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Eröffnung und Performance von Cicada Concepts, Foto: Samuel Sauer
Mit der Performancereihe „set“ nutzen vier künstlerische Positionen den Park auf dem Nordbahnhof in Berlin-Mitte als Versuchsfeld, um über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sowie neue Auftrittsmöglichkeiten für die Kulturszene unter den aktuellen Corona-Beschränkungen nachzudenken. Im Zuge des neuartigen Lebens in einer Pandemie und von sich in weltweiten Protesten entladenden sozialen und politischen Spannungen stellt sich die Frage, wie wir unsere eigene Position in einer derartig komplexen Gegenwart besser verstehen und diese aktiv mitgestalten können. Der Titel bezieht sich auf zwei Bedeutungen des englischen Worts set: „gesetzt/festgelegt“ und „Set/Bühnenbild“. Inwiefern sind unsere gesellschaftlichen Positionen und die damit einhergehende Handlungsfähigkeit „gesetzt“? Welch neue Räume entstehen für die Kunst, wenn die Stadt selbst – Parks, öffentliche und private Räume – zum „Bühnenbild“ wird?

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Borghildur Indriðadóttir, Mask City, Foto: Samuel Sauer

Die Künstler*innen laden die Besucher*innen dazu ein, an ihren Performances teilzunehmen und diese auch aktiv mitzugestalten. Immer wieder tritt so das Verhältnis von aktivem Handeln und passivem Geschehen-Lassen in den Vordergrund. Die Performances thematisieren auf sehr unterschiedliche Weise, wie unser Denken und Verhalten durch äußere Faktoren beeinflusst ist und welche individuellen und kollektiven Umgangs- und Widerstandsformen sich daraus ergeben. Mit der Installation „Positions“ sowie Live- und Online-Performances aktvieren Cicada Concepts die historischen Stationen des Parks und fordern die Teilnehmer*innen dazu auf, ihre eigene Positionierung im sozialen und politischen Kontext zu reflektieren. Persönliche Antworten auf die aufgeworfenen Fragen können per Voice Message an die beiden Künstlerinnen geschickt werden. Am Ende der dreiwöchigen Installation werden die auf einem Chip gespeicherten Antworten als Zeitkapsel im Park vergraben werden. Borghildur Indriðadóttir beschwört Wesen der Zwischenwelt, um in einer Welt der sozialen Distanzierung zwischenmenschliche Verbindungen neu zu initiieren. In einer Berliner Edition der „Black Power Naps“ schaffen Fannie Sosa und Navild Acosta einen temporären Raum für die BIPoC Community, um Erholung, Entspannung, Entschleunigung – letztlich Widerstand – in der Gruppe zu praktizieren. Die Regisseurin Lara Magdalena Tacke orientiert sich mit ihrem neuen Stück „moratorium“ an der Moralität, einer Theaterform, die sich im Mittelalter aus wiederkehrenden Verboten des öffentlichen Schauspiels entwickelte. Die Moralität folgt der Dramaturgie des Streits diverser Personifikationen von Tugenden und Lastern um die menschliche Seele – was ganz aktuell auch an den Wahlkampf in den USA denken lässt. Die historische Inszenierung auf einem fahrenden Wagen zeigt, wie Theater auch außerhalb geschlossener Kultureinrichtungen funktionieren kann.

moratorium_park.jpgmoratorium, Theaterstück von Lara Magdalena Tacke & Elena Scheicher, Foto: Marina Naprushkina118897003_10214432565847065_1857119209465098525_o.jpgmoratorium, Theaterstück von Lara Magdalena Tacke & Elena Scheicher, Foto: Marina Naprushkina

IMG-1542.jpgPerformance von Cicada Concepts, Foto: Marina Naprushkina

 

 

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Heat Island _ Chapter two_ The Dots / Jeferson de Andrade

Panke / Gerichtstr. 23, Hof V,13347 Berlin Wedding / 15 bis 21 Uhr

Videoinstallation / Klangstudie und Texte über Migration, Grenzen und Andersartigkeit.

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Installationsansicht, Heat Island _ Chapter two_ The Dots, 2020. Foto: Jeferson de Andrade

Jeferson de Andrade ist ein nicht-binärer Künstler und Aktivist aus Brasilien, der seit 2017 in Berlin lebt und arbeitet. Seine künstlerische Forschung bezieht sich auf soziale und politische Methoden, die andere Menschen in transdisziplinäre Programme (Vorträge, Installationen, Seminare) einbringen.


Heat Island ist ein Projekt aus dem Open Call "take the space", Programm "institutions extended".
Das Programm „institutions extended“ wird finanziert über den „Netzwerkfonds – Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZI II), Programm "Sozialer Zusammenhalt“.

 

 

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Bild: Marina Naprushkina

the economy of borders
we lost our soft soul, by crossing the borders
 

Ausstellung an der Fassade des Rathauses Tiergarten
Die Austellung wird mit einer Kundgebung und Asamblea eröffnet
9. Juni 2020, 17 Uhr, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Teilnemende Aktivistinnen und Künstlerinnen: Raha Amiri (Moria), Evgenia Belorusets (Kyiv/Berlin), Uma Gаdzieva (Berlin), Nazgol Golmuradi (Athen), Vanessa Gravenor (Berlin), The House of Women for Empowerment & Emancipation (Athens), Nadira Husain (Berlin/Paris), Clara Stella Hüneke (Berlin), Sarah Kwasnicki (Berlin), Victoria Lomasko (Moskau), Eleonore de Montesquiou (Berlin/Tallinn), Zoë Claire Miller (Berlin), Lada Nakonechna (Kyiv), Marina Naprushkina (Berlin), Click Ngwere (Athen), Batoul Sedawi (Berlin), Florine Schüschke (Berlin), Nicola Schüschke (Berlin), Olia Sosnovskaya (Minsk/Wien), Gabriele Stötzer (Erfurt), Greta Cazzola (Berlin), Antigoni Tsagkaropoulou (Athen), Joulia Strauss (Athen/Berlin), Antigone Theodorou (Athen), Vera Varlamova (Berlin), Eirini Vlavianou (Athen/Rotterdam), WISH Women In Solidarity House (Lesbos), Liwaa Yazji (Berlin).
Organization: Marina Naprushkina und Joulia Strauss


Eröffnung: 9. Juni 2020, 17 Uhr
Kundgebung und Asamblea ab 17 Uhr
Mit Redebeiträgen von Kathleen Kunath (Begegnung in Falkensee) und Johanna Scherf (Aktivistin und Psychologin)

Ausstellungsdauer: 9. Juni 2020 - 10. Juli 2020

Die Ausstellung wird durch einen Online-Marathon begleitet: Über vier Wochen jeden Tag werden die Teilnehmenden Beiträge erstellen und über ihre Arbeit, die politische Lage und ihre Forderungen sprechen.


 

 

 

 

Open Call #1

Atelier Solidarität: Speed-Dating für Arbeitsräume in Literatur und Kunst.
Anmeldung bis 10. März 2020 unter atelier.solidaritaet [at] gmail.com 

Konzept und Umsetzung: Rike Horb (Künstlerin), Alexander Lehnert (Kulturvermittler und Stadtbilderklärer), Marina Naprushkina (Künstlerin)

Mehr Informationen 

 

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Open Call #2

take the space. es kann alles passieren. 24 stunden. Künstlerische Vorschläge für Interventionen in Kunst- und Kulturräumen und Off-Spaces im Bezirk Mitte.

Konzept und Umsetzung: Özlem Ayaydinli, Dr. Lily Fürstenow-Khositashvili, Matthias Gerber, Nadira Husain, Laura Katzauer, Andreas Müller, Marina Naprushkina, Ulrike Riebel.

Mehr Informationen

Einreichungen bis spätestens 5. März 2020 per E-Mail an: neue.formate [at] gmail.com

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100 Tage Institutions Extended. Ein Gespräch

Die Journalistin Anna-Lena Wenzel traf sich mit Marina Naprushkina in der von ihr 2013 gegründeten Initiative Neue Nachbarschaft/Moabit. Sie sprachen über die ersten 100 Tage und ihre Pläne für die kommenden zweieinhalb Jahre. Das Gespräch ist hier veröffentlicht.

 

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